UMFRAGE-ERGEBNIS
Kippsicherung von Fußballtoren in Vereinen
Zusammen mit Landesfußballverbänden haben wir eine Umfrage initialisiert, an der über 400 Vereine teilgenommen haben.
Zusammen mit Landesfußballverbänden haben wir eine Umfrage initialisiert, an der über 400 Vereine teilgenommen haben.
Daten zu den Vereinen
Wer hat mitgemacht?
Mitgemacht haben überwiegend Vereine mit einer Größe von 100 bis 300 Mitgliedern (33 %) und Vereine mit einer Größe von 300 bis 1.000 Mitgliedern (50 %).
Die Teilnehmer waren dabei vor allem aus dem Vorstand (34 %), aus dem Jugendtrainingsbereich (38 %) oder allgemeine Trainer (über 50 %). Mehrfachnennungen waren natürlich möglich.
Typen und Versetzen von Toren
Welche Tore werden in den Vereinen genutzt?
Wie nicht anders zu erwarten, werden vor allem Jugendtore, Trainings- und Minitore eingesetzt. Interessant ist, dass bei den Minitoren vor allem 120 × 80 cm Tore eingesetzt werden. 70 % nutzen diese als klappbare Variante, 50 % auch als vollverschweißte Variante (Mehrfachnennungen möglich).
Umgesetzt werden die mobilen Tore dabei am häufigsten innerhalb des Spielfeldes (67 %), vom Randbereich eines Spielfeldes auf das Spielfeld (87 %) und bei 33 % der Vereine sogar von anderen Nebenplätzen auf das aktuelle Spielfeld (Mehrfachnennungen möglich).
Wie nicht anders zu erwarten, werden vor allem Jugendtore, Trainings- und Minitore eingesetzt. Interessant ist, dass bei den Minitoren vor allem 120 × 80 cm Tore eingesetzt werden. 70 % nutzen diese als klappbare Variante, 50 % auch als vollverschweißte Variante (Mehrfachnennungen möglich).
Mehrfachnennung möglich
Wer ist über die Vorschriften informiert?
Notwendigkeit der Kippsicherung – wie ist der Wissensstand?
Wir haben gefragt, ob es den Befragten grundsätzlich bekannt ist, dass alle mobilen bzw. freistehenden Tore gegen Kippen gesichert werden müssen. Ca. 38 % war dies nicht bzw. nur teilweise bekannt.
Dieses „Nicht- oder nur teilweise Wissen“ nimmt zu, wenn es darum geht, dass auch Minitore (mit einem Eigengewicht größer 15 kg) gegen Kippen
gesichert werden müssen. Hier gaben knapp knapp 45 % der Befragten an, keine Kenntnis davon zu haben.
Fragt man konkret nach den geltenden Sicherheitsvorschriften nach DIN und GUV, so geben 42 % der Befragten an, keine Kenntnis von den geltenden Sicherheitsvorschriften zu besitzen, weitere ca 33 % geben an, hier nur teilweise Kenntnis zu haben.
Grundsätzliche Kenntnisse, dass Tore gesichert werden müssen.
Kenntnisse, dass Minitore ab 15 kg gesichert werden müssen.
Kenntnisse zu Sicherheits-Vorschriften
der DIN und GUV.
Wer ist innerhalb des Vereins für die Torsicherung zuständig?
Die Zuständigkeiten im Verein.
Auf die Frage, ob im Verein klare Zuständigkeiten für die Sicherung bzw. Kippsicherung von Toren bestehen, gaben ca. 47 % an, dass es keine klaren Zuständigkeiten gibt, bei ca. 29 % ist die Verantwortlichkeit nicht eindeutig zugeordnet.
Lediglich bei ca. 24 % der befragten Vereine ist die Verantwortlichkeit klar zugeordnet.
Entsprechend werden die vorhandenen Tore auch nur unregelmäßig bis nie auf den allgemeinen Zustand und die Kippsicherheit geprüft. Knapp 60 %
der Befragten tun dies nie bzw. eher unregelmäßig.
innerhalb des Vereines
auf Kippsicherheit
Wie ist der aktuelle Stand bei Torsicherungen und deren Akzeptanz?
Akzeptanz der Kippsicherung im Verein
Hier ist festzuhalten, dass bei Vereinen, die bereits kippsichere Tore haben, die Akzeptanz dieser Maßnahmen sowohl bei Trainern/Übungsleitern als auch bei Sportlern als überwiegend hoch bis sehr hoch angegeben wurde.
Dennoch geben ca. 37 % der Befragten zu, dass Kippsicherungen im Spielbetrieb bzw. beim Versetzen der Tore bewusst weggelassen werden. Als Gründe dafür werden Zeitmangel/ Bequemlichkeit, Unkenntnis der Vorschriften bzw. der daraus (auch rechtlich) resultierenden Folgen oder das zu hohe Gewicht angegeben. 22.5% konnten dazu keine Aussagen treffen.
innerhalb des Vereines
der Torsicherungen im Spielbetrieb
im Spielbetrieb
zur den Ergebnissen der Umfrage
Obwohl die teilnehmenden Personen zum überwiegenden Teil aus Vorstand bzw. Trainerstab bestanden, scheint die Notwendigkeit der Kippsicherung noch nicht den Stellenwert zu haben, den es bedarf. Auch hinsichtlich der Tatsache, dass die Tore bei über 30 % der teilnehmenden Vereine regelmäßig zwischen verschiedenen Spielfeldern bewegt werden.
Probleme wie bspw. Spielfeldbarrieren, zu schmale Einlasstore oder ggf. sogar Treppen sind hier nur einige Hindernisse, die die Sportler mit den beweglichen Toren möglicherweise zu überwinden haben.
In den Vereinen fehlt es an klarer Zuordnung der Verantwortlichkeit für die Prüfung des Zustands der Tore bzw. der Kippsicherheit. Dieses Thema ist extrem wichtig, sodass die Vereine hier eine Zuordnung treffen sollten.
Auch wenn die Manpower vor Ort oftmals beschränkt ist, so ist eine Sichtprüfung (bzw. manuelle Prüfung) vor jeder Benutzung sofort umsetzbar bzw. die gesetzlich vorgeschriebene Sachkundigenprüfung einmal im Jahr – bspw. bei der Saisoneröffnung – einzuplanen und fest in den Trainings- und Jahresablauf zu integrieren.
Trotz hoher Akzeptanz verzichten immer noch zu viele Nutzer bewusst auf Kippsicherungen. Hier werden neben Gründen der Bequemlichkeit eben auch „Unkenntnis“ angegeben.
Bedenklich ist es, dass nach wie vor knapp 40 % der Befragten nicht bzw. nur unzureichend wissen, dass mobile Tore gegen Kippen gesichert werden müssen. Über 75 % gaben an, dass sie der Pflicht zur Sicherung nicht (19%) oder nur teilweise (56%) nachkommen.
Entsprechend gibt es immer noch mobile Tore, die nicht ordnungsgemäß gegen Kippen gesichert wurden.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass viele Vereine heutzutage unter erheblichem finanziellem Druck leiden. Dennoch sind Hersteller, Kommunen und Fachverbände weiterhin angehalten, die Vereine noch mehr zu informieren.
Denn allein die Sensibilisierung für das Thema kann bereits ein erster, wenn auch nicht ausreichender, Schritt sein, Unfälle zu vermeiden.
Wir als Unternehmen allen Vereinen eine kostenlose Beratung – ggf. auch vor Ort.
Auch wenn Unfälle niemals gänzlich ausgeschlossen werden können, so hilft eine regelmäßige Information dabei, die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren. Zudem muss es das Zeil sein, dass alle mobilen Tore entsprechend der gesetzlichen Anforderungen gegen Kippen gesichert werden.
Denn Tore sollen fallen und nicht kippen.
